Uni-Logo
ZHG-Logo
Zentrum für Humangenetik Bremen

Universität Bremen, Leobener Str. ZHG, D-28359 Bremen




Wir über uns Mitarbeiter Kontakt Genetische Beratung Diagnostik Forschung Publikationen Lehre Schulen
News Links Home Haftungsausschluss Impressum Research Disclaimer                
   

Schilddrüsentumore

Einer Studie der Schilddrüsen-Initiative Papillon (www.schilddruese.de) zufolge, weist in Deutschland jeder Dritte krankhafte Schilddrüsenveränderungen (vergrößerte Schilddrüse und/oder Knoten) auf.
Ziel der Forschung an Tumoren der Schilddrüse im Zentrum für Humangenetik ist es ein Verständnis über die genetischen Grundlagen bzw. Ursachen, die zur Entstehung von solchen Schilddrüsenveränderungen führen, zu gewinnen. Untersuchungen dazu wurden seit 1989 kontinuierlich fortgeführt, wobei mittlerweile Gewebe von über 600 Schilddrüsenveränderungen (einschließlich benigner wie auch maligner Tumoren) zytogenetisch klassifiziert werden konnten. Es zeigte sich, dass ca. 20% aller Schilddrüsenveränderungen zytogenetische (chromosomale) Veränderungen aufweisen. Unter diesen fanden sich verschiedene zytogenetische Subgruppen (chromosomale Veränderungen, die in wenigstens zwei Tumoren unabhängig voneinander auftreten), von denen die häufigsten die Trisomie 7 sowie strukturelle Veränderungen (Translokationen) der Chromosomen 2 und 19 beinhalten (Belge et al., Cancer Genet. Cytogenet. 1992, 60: 23-26; Belge et al., Genes Chromosomes Cancer 1996, 16: 149-151).

Molekulargenetische Untersuchungen fokussierten sich auf die Beschreibung der von diesen Veränderungen betroffenen Gene, vorwiegend in den chromosomalen Regionen 19q13.4 und 2p21.

2003 konnte ein Gen in der von Translokationen betroffenen Region 2p21 beschrieben werden, das wir als Thyroid Adenoma Associated (THADA) – „beteiligt in Schilddrüsenadenomen“ – bezeichnet haben (Rippe et al., Oncogene 2003, 22: 6111-6114). Infolge des Translokationsereignisses ist dieses Gen rearrangiert, was zu einer Verkürzung des Proteins führt, für das THADA kodiert. Durch einen Zusammenhang zwischen einer Veränderung THADAs und benignen Schilddrüsenveränderungen eröffnen sich hierdurch sowohll Erkenntnisse über die Entstehungsmechanismen von Schilddrüsentumoren als auch diagnostische Ansätze zur Differenzierung zwischen gutartigen und bösartigen Läsionen der Schilddrüse.

Schematische Darstellung von THADA (Abb. N. Drieschner)

THADA







Top